Thale Hovawart



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Im Aufbau.

Vom Wolf zum Wildhund

Um nachzuvollziehen, welche Überlegungen, Auffassungen und Erfahrungen, seien sie nun richtig oder falsch, überholt oder durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigt, Curt Friedrich König und auch schon seinen Vater dazu anregten, einen Hund wie den Hovawart zu rekonstruieren, muss man deren Auffassung von dem Gang der Domestikation des Wolfes kennen. In der bereits erwähnten Jahresgabe der Hovawart Zuchtgemeinschaft Deutschland e.V. von 1974 schreibt König selbst:

Wir hatten durch die Aufzucht wildgeborener Tiere und deren Weiterzuchten schon einige Grundregeln erfahren, die dem widersprachen, was man damals lehrte.

Ich habe an anderer Stelle erklärt, wie alle Haustiere, besonders die Caniden, durch eine bestimmte Entartung und ebenfalls eine bestimmte Selektion (Zuchtwahl) zu erblich zahmen Tieren geworden sind. Das von mir bekannt gemachte Verfahren ist eine der Inzuchtfolgen mit parainfantilen (=gleichsam jugendlich) Wirkungen, die bei allen heutigen Haustieren in die Haustierschaft führten.

Wir sind hier in der glücklichen Lage, die Auffassungen Curt Friedrich Königs zu dem Gang der Domestikation des Wolfes im Originalton in Ausschnitten selbst zu hören:

Hier sind die Tonaufnahmen einzarbeiten... Track 1, 4, 5, 6, 8, 9, 10, 15, 18, 21,

Dieser Auffassung, diesen Gedanken und dieser Handlungsweise Curt Friedrich Königs haben wir den Hovawart zu verdanken und wir sollten heute, nach fast 100 Jahren nicht darüber streiten, ob der alte Herr Recht oder Unrecht gehabt hat.

Nur den Hovawart seiner Auffassung, den überlegsamen, intelligenten, umgänglichen, verlässlichen Familienhund, den sollten wir zu bewahren trachten.