Thale Hovawart



Home

Im Aufbau.


Klaus Frey

Vorwort

Als Mitte der 60’er Jahre des vorigen Jahrhunderts der kleine in Hamburg angesiedelte sogenannte Dissidenz-Verein „HOVAWART Verein für Deutsche Schutzhunde e.V.“ seinen Prozess gegen den großen VDH-Verein „Rassezuchtverein für Hovawarthunde e.V.“ verloren hatte, meinte die Mitgliederversammlung, dass nunmehr unbedingt ein Jurist den Vorsitz dieses Vereins übernehmen müsse. Als junger angehender Rechtsanwalt stellte ich mich zur Wahl und bin seitdem in ständiger Wiederwahl nach wie vor der 1. Vorsitzende dieses Vereins.

So lernte ich seinerzeit Curt Friedrich König kennen, der im nahen Rotenburg/Wümme seine Zootechnische Station betrieb. Ich lud ihn als Körmeister nach Hamburg ein und zur Begeisterung der Mitglieder hielt er mehrere der von ihm geprägten Körungen ab. So war es auch eine Selbstverständlichkeit, dass ich ihn zum fünfundzwanzigsten Bestehen des Vereins bat, uns über den Beginn der Hovawartzucht einen Vortrag zu halten. Dies tat er am 25. November 1971 im großen Saal des ehemaligen Patzenhofer in Hamburg unter dem Thema

"Der Hovawart mehr als ein Rassehund“.

Die Tonaufnahme dieses Vortrags ist erhalten und ich nehme Gelegenheit, Ausschnitte dieses Tondokumentes auf dieser Internetseite erstmalig zu veröffentlichen. Dies auch, um die in der gesamten Hovawart-Literatur über die Person und die Tätigkeit Königs enthaltenen Meinungen zu objektivieren und einige seiner Ziele und Gedanken sowie seine Auffassung vom Hovawart und dessen Rekonstruktion mit seinen eigenen Worten im Originalton zu Gehör zu bringen.

Weiterhin ist in den 50’er Jahren des vorigen Jahrhunderts auf abenteuerliche Weise aus Thale am Harz die ursprünglich geführte Stammrolle/Zuchtbuch der Hovawartzucht über die sog. grüne Grenze nach Hamburg gelangt und dem Verein übereignet worden.

Nach Königs Tod im Jahr 1975 habe ich Kontakt zu seiner Witwe gehalten und diese bewegen können, mir mit dem Versprechen der Rückgabe den Ordner mit den Wurfmeldescheinen und Körunterlagen der Jahre 1922 – 1937 zu überlassen, um diese zu fotokopieren. Dies habe ich selbst mit aller Sorgfalt in doppelter Ausfertigung getan. Das zurückgegebene Original ist nach dem Tod von Frau König von deren Testamentsvollstrecker mit vielen anderen Unterlagen Königs verbrannt worden.

Die aus der Auswertung dieser Unterlagen sowie die aus seinem Vortrag sich ergebenden Darstellungen sollen ein historischer Rückblick und eine Dokumentation der durch König erfolgten Rekonstruktion des Hovawartes und seiner aus der Zeit geprägten (auch wissenschaftlichen) Auffassungen sein.

Dank sage ich dem leider bereits von uns gegangenen langjährigen 2. Vorsitzenden des Vereins Karl-Ernst Mehrtens aus Bremen, der diese Zuwendung zu König stets voll unterstützt hat.

Dank sage ich aber auch Uwe Hansen aus Gettorf, der seinerzeit als Vorstandsmitglied die Auswertung der König’schen Unterlagen mit Interesse verfolgt hat.

Weiterhin sage ich Dank meinem zeitweiligen Mitvorstand Thomas Becker, den die Hovawart-Geschichte so begeistert hat, dass er unter dem Titel „90 Jahre Hovawartzucht oder die Geschichte der HZD“ ein leider vergriffenes Büchlein verfasst hat, das einmal darüber hinaus darstellt, wie sich die Hovawartzucht im Sinne der HZD bzw. C.F. Königs weiter entwickelte.

Nunmehr freue ich mich, dass der Präsident der HZD, Andreas Bigge, die Arbeit dieses Vereins als Vorstandsmitglied unterstützt und somit der Geschichte der Hovawartzucht das ihr zustehende Interesse zollt. Weiterhin sage ich Dank meinem zeitweiligen Mitvorstand Thomas Becker, den die Hovawart-Geschichte so begeistert hat, dass er unter dem Titel „90 Jahre Hovawartzucht oder die Geschichte der HZD“ ein leider vergriffenes Büchlein verfasst hat, das einmal darüber hinaus darstellt, wie sich die Hovawartzucht im Sinne der HZD bzw. C.F. Königs weiter entwickelte.

Rehlingen, im September 2018