Thale Hovawart



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Im Aufbau.

Stammrolle / Zuchtbuch von 1922 bis 1937

Das Mitte der 1930'er Jahre von dem Thaler Verein verwandte Briefpapier enthielt eine Werbezeile: "Der Verein führt das erste und allein maßgebende Zuchtbuch und die Stammrolle für Deutsche Schutzhunde".

Als unserem Hamburger HOVAWART Verein für Deutsche Schutzhunde e.V. die ursprünglich geführte Thaler Stammrolle/Zuchtbuch übereignet wurde, kam der seinerzeitige Vorstand auf die großspurige Idee, auf seinem Briefpapier nunmehr seinerseits zu behaupten, dass er das Originalzuchtbuch führe und die gesamte Zucht in der Bundesrepublik kontrolliere. Und so kam es zwischen dem RZV (Coburg) und dem Hamburger Verein zu einem Rechtsstreit, der über 2 Instanzen geführt wurde und mit dem richtigen Ergebnis endete, dass nämlich diese Werbebehauptung unrichtig sei und nicht mehr verwandt werden dürfe. In diesem Rechtsstreit ist auch Curt Friedrich König als Zeuge gehört worden und es wird ihm noch heute vorgeworfen, dass er diese Gelegenheit nicht genutzt habe, seine Zuchtunterlagen zu öffnen. Curt Friedrich König, der seinen nun in Fotokopie hier vorliegenden Ordner mit seinen Zuchtunterlagen bei sich führte, versuchte vergeblich dem Gericht und dem Kläger begreiflich zu machen, dass ein Zuchtbuch im herkömmlichen Sinne im Zusammenhang mit der Rekonstruktion einer Rasse und somit auch seiner Hovawarte absolut fehl am Platze sei. Es sei seinerzeit eine sog. Stammrolle geführt worden, in der die Tiere aufgeführt seien, die für die zunächst erforderlichen vorausgehenden Zuchtversuche verwandt worden seien. Die aus diesen Würfen und Einzeleintragungen hervorgegangenen und für den Aufbau der Rasse nach entsprechenden Prüfungen (Körung) für wert gehaltenen Tiere seien in das ausdrücklich parallel nicht gesondert geführte Zuchtbuch lediglich durch einen Vermerk und die Gleichsetzung der Stammrollen- mit der Zuchtbuchnummer übernommen worden und allein diese Übernahmen dokumentierten die Hovawartzucht und seien als Zuchtbuch anzusehen. Festzustellen ist in diesem Zusammenhang, dass auch bei dieser Gelegenheit wieder einmal typisch aneinander vorbeigeredet wurde, aber in der Urteilsbegründung rechtskräftig festgestellt, dass König ein Zuchtbuch nicht geführt habe.

Aus den hier abgebildeten Darstellungen des Körscheins und des ersten Wurfmeldescheines vom 07. März 1924 wird diese Arbeitsweise Königs deutlich:
Alle vier Welpen sind mit den Nummern 1 – 4 in der Hovawart-Stammrolle (H-ST) verzeichnet, aber lediglich die Hündin Herma ist (gleichfalls mit der Nummer 4) auf Grund der positiv abgelegten Körung in das Hovawart-Zuchtbuch (H-Z) aufgenommen worden.

Wie bereits ausgeführt sind hier die erwähnten Zuchtunterlagen Königs, die Wurfmeldescheine und Körscheine der ersten 125 Würfe incl. der Einzelübernahmen bis zum 16. September 1937 vorhanden. Es würde die Entstehung der Hovawartrasse eindeutig nachweisen, wenn die Einarbeitung dieser König‘schen Unterlagen, gemeinsam mit dem Inhalt des ursprünglichen Stammrollen/Zuchtbuchs in ein elektronisch geführtes Zuchtbuchprogramm erfolgen und danach in jeglicher Hinsicht ausgewertet werden würde.

Leider fehlen dem Verein hierzu die erforderlichen Mittel.