Thale Hovawart



Home

Im Aufbau.

Rekonstruktion

Curt Friedrich König, der am 1. Februar 1896 geboren wurde war also 1922 zum Zeitpunkt des Beginns der Hovawartzucht 26 Jahre alt und, wenn man den Zeitgeist berücksichtigt, ein junger Mann, der den alten erfahrenen Schäferhundzüchtern nicht so leicht etwas vormachen durfte. Aus diesem Grunde hat es immer wieder Konflikte mit den ersten Mitgliedern des Vereins gegeben und die Protokoll-aufzeichnungen der Sitzungen auch des Schäferhundvereins Thale, wie sie Rosche (siehe unter „Verein/Geschichte“) ermittelt hat, werden verständlich. Einige dieser Züchter waren von dem Plan, den alten Germanen- und Kulturhund wieder erstehen zu lassen begeistert und machten sich diese Aufgabe selbst zu Eigen. Es gibt Überlieferungen, aus denen hervorgeht, dass die Züchter der ersten Tage immer wieder von sich behauptet haben, den Hovawart selbst erzüchtet zu haben. Selbst der langjährige 1.Vorsitzende des RZV, Fritz Bengeforth war noch in den 1960'er Jahren der (scherzhaf-ten?) Meinung gewesen, den Hovawart viel schneller und ohne die bisherigen Umwege herauszüchten zu können durch Kreuzung von langhaarigen Hunden mit Hängeohren und buschiger Rute und ohne Wesensmängel. Nämlich unter Verwendung von Langhaarschäferhunden und Neufundländern (zit. nach Klaus-Peter Thoma, Quo vadis Hovawart?).

Um aber die aus seinem Vaterhaus stammenden Ideen von der Rekonstruktion des Hovawart ungestört verfolgen zu können musste König bei dieser teilweise auch missgünstigen Konkurrenz, wollte er von seinen Ideen nicht abweichen, das von ihm gefundene "Rezept" geheim halten und verschleiern. Da er aus diesem Grunde zudem die aus seiner Sicht nicht zur Zucht taugenden Rüden fast alle nur kastriert weitergab, ist er bereits zu Beginn der Rekonstruktion in den Ruf gekommen, ohne jeglichen Plan Zuchtversuche zu machen, diese nicht zu dokumentieren und zu keiner Zeit in der Lage zu sein, nachzuweisen aus welchen Hunden der Hovawart entstanden ist.

Es ist wohl richtig, dass Curt Friedrich König dieses sein Vorgehen und seine Auffassung über den Hovawart bis zu seinem Tode 1975 nie öffentlich schriftlich offenbart oder voll umfänglich im Einzelnen dokumentiert hat und so selbst weiter zu diesem seinen Ruf beitrug. Lediglich in der Jahresgabe der Hovawart Zuchtgemeinschaft Deutschland aus dem Jahre 1974, aus der hier ja reichlich zitiert wird, hat er einige seiner Gedanken zu Papier gebracht.

Auch in seinem Vortrag aus dem Jahr 1971 bringt er zum Ausdruck was seiner Auffassung nach ein Hovawart ist:

Hier sind die Tonaufnahmen einzarbeiten... Track 14, 16, 19,

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Curt Friedrich König wegen seiner "braunen" Vergangenheit in der Zeit des Nationalsozialismus kaltgestellt und nicht in der Lage seine Ideen mit den wenigen und zum Teil mit schweren Verletzungen aus dem Krieg zurückgekehrten Hovawarten zu verwirklichen. Er begann eine neue sog. 3. Rekonstruktion. Dies unter Verwendung von bereits mit Papieren versehenen Hovawarten, als auch wieder mit sog. Typhunden.

Hier sind die Tonaufnahmen einzarbeiten... Track 7,

Zu der von ihm in diesem Redeausschnitt angesprochenen Verbesserung der Rasse ist es leider nicht mehr gekommen. Reichlich drei Jahre nach diesem Vortrag war C.F.König tot.