Thale Hovawart



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Im Aufbau.

Neuzeit Hamburg

Aus den Aufzeichnungen Curt Friedrich Königs geht hervor, dass der Hovawart aus der Idee entstand, die "Gebrauchshundzüchterei" zu überwinden und mit einem intelligenteren Hund ad absurdum zu führen. Aus diesem Grunde setzte unter den Hovawart-Freunden, die nach dem Zweiten Weltkrieg in diesem, seinem Sinne züchten wollten eine heftige Gegenbewegung ein, als im Jahre 1951 der Rassezuchtverein für Hovawarthunde bei dem VDH den Antrag auf Zulassung des Hovawart als 7. Gebrauchshunderasse stellte.

König sprach von denjenigen, die diesen Gedanken verfolgten abfällig nur immer von "Sportzüchtern"

Einfügen und bearbeiten Track 25 O Königs Meinung zur Ausbildung von Schutzhunden

Und so blieb es nicht aus, dass diejenigen, die außerhalb des RZV und VDH in weiteren kleinen Vereinen unter Einhaltung selbst gegebener Ordnungen züchteten, den Hovawart nach König als einen Hund beschrieben,
"der körperlich gesund, ein ohne Abrichtung in der Familie umgänglicher, in selbständig erkannten Notsituationen aber verlässlicher und zupackender Wächter seiner >Hova< ist". *

Bei diesen weiteren kleinen Vereinen handelte es sich einmal um den „HOVAWART-Verein für Deutsche Schutzhunde e. V. Hamburg“. Es handelte sich weiterhin um den "Verein der Hovawartfreunde Berlin e.V.", der sich am 28.11.1948 aus der Berliner Landesgruppe des Hamburger Vereins gebildet hatte und am 5.02.1949 die Zulassungsgenehmigung der amerikanischen Militärregierung erhielt. Als dritter Verein kam später hinzu der “Verein für Hovawartzucht Weser-Ems e.V." dessen Gründung am 25.04.1959 in Bremen eine Reihe aus dem RZV wieder ausgetretener Mitglieder vorgenommen hatte, um gleichfalls die Gebrauchshundzüchterei nicht mitzumachen.

Da man wegen dessen damaliger Satzung dem VDH nicht angehören konnte, trat man gemeinsam dem „Verband Deutscher Rasse- und Gebrauchshundevereine e.V. (VDRG)“ bei und gründete noch im Jahr 1959 auf einer gemeinsamen Zusammenkunft in Braunschweig den „Internationalen Hovawartzucht Verband (IHV) e. V.“. In diesem bündelte man mit Zuchtbuchführung, Ausbildung von Zuchtwarten und Körmeistern die gemeinsamen Zuchtinteressen und war in dieser Hinsicht insbesondere in der Erhaltung der derben Hovawart-Stämme sehr erfolgreich. Dies um so mehr, als man trotz der Einführung der HD-Kontrolle bereits im Jahr 1964/65 sich bei der Zucht nicht, wie der RZV, durch Gebrauchshundvoraussetzungen einschränken musste.

Hier sollten eins oder beide Bilder von Collo auf dem Luhetal als Beispiel für die gezüchteten derben Hunde ein-gesetzt werden

Als die Zuchtverantwortlichen im IHV dann jedoch Anfang der 70‘ger Jahre den für die Hovawartzucht nach dem 2. Weltkrieg geschlossenen Gen-Pool nochmals unter Verwendung eines Hovawart / Neufundländer / Leonberger-Wurfes wieder öffnen wollten, akzeptierten dies die Vereine Hamburg und Berlin nicht. Da sie sich aus Satzungsgegebenheiten durchzusetzen nicht in der Lage waren, traten sie zum 31.12.1973 aus dem IHV aus.

Die Vereine Berlin und Hamburg, die einzeln in gar keiner Weise über ein ausreichendes Zuchtpotential verfügten, vereinbarten, in Zukunft eng zusammen zu arbeiten, sich Körmeister und Formrichter zur Verfügung zu stellen, die Ausbildung von Zuchtwarten zu fördern und ein gemeinsames Zuchtbuch in der Weise zu führen, dass eine gemeinsame Zuchtbuchstelle beiden Vereinen quasi in Loseblattform, sämtliche Zuchtbucheintragungen zur Verfügung stellte.

Diese gemeinschaftlichen Tätigkeiten sollten ohne sich eine übergeordnete Organisationsform zu geben einen gemeinsamen Namen haben und man entschied sich seinerzeit für die Bezeichnung „Hovawart-Zuchtgemeinschaft Deutschland“.

Da bei der später erfolgenden zwangsweisen Öffnung des VDH ein langfristiger Erfolg der Zuchtbemühungen dieser Vereine nur in einer eignen Mitgliedschaft im VDH bestand, kam man insbesondere auf Drängen des Vorstandes des Hamburger Vereins überein, sich zusammen zu schließen und gemeinsam die Mitgliedschaft im VDH zu beantragen.

Insoweit besann man sich gemeinsam mit weiteren Vereinen des ja noch vorhandenen und im Vereinsregister von Berlin eingetragenen Verbandes IHV, hielt am 30.04.1988 in Wildeshausen eine gemeinsame Ver-sammlung ab, trat in diesen Verband ein, gründete ihn um, gab ihm nunmehr den bereits seit langer Zeit verwendeten Namen „Hovawart Zuchtgemeinschaft Deutschland e.V.“ und betrieb mit Antrag vom 22.06.1988 erfolgreich unter diesem gemeinsamen Dach zunächst die vorläufige Aufnahme in den VDH.

Während dieser vorläufigen Mitgliedschaft änderte der VDH nachträglich seine Satzung dahin, die Mitgliedschaft eines Verbandes nicht zuzulassen.

Insoweit wurde die HZD gezwungen, sich im Rahmen des endgültigen Aufnahmeverfahrens, nochmals umzugründen und von einem Verband in einen Verein zu verwandeln.

Diese nicht leichte Aufgabe verlangte die Toleranz sämtlicher Mitglieder und insbesondere der einzelnen Vereinsvorstände. Die Vereine waren nämlich aufzulösen; zumindest mussten jedenfalls deren Mitglieder in die als Verein fortzuführende HZD überführt werden.

Neuzeit Thale

Da der HOVAWART Verein für Deutsche Schutzhunde e.V. Hamburg mit seinem Gründungsdatum vom 17.Dezember 1946 der älteste Hovawartverein Deutschlands, ja wohl sogar weltweit ist, beschloss die Mitgliederversammlung des Vereins am 18. November 1995, den Verein nicht aufzulösen, sondern mit anderen als Zuchtaufgaben bestehen zu lassen, seinen Sitz wieder nach Thale am Harz zu verlegen und verankerte dies alles in einer in dieser Hinsicht geänderten Satzung.

In der Präambel dieser neuen Satzung heißt es: Der Verein ist kein Zucht-, Ausbildungs- oder Sportverein für Hovawarte. Er hat sich zur Aufgabe gemacht, wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit der Herkunft, der Entwicklung oder der Wesensart des Hovawart-Hundes befassen, in Auftrag zu geben oder zu unterstützen.

Zweck und Aufgabe beschreibt § 2 der Satzung:

  1. Zweck des Vereins ist die Förderung der kynologischen Grundlagen- und der angewandten Forschung, soweit sie die Herkunft, die körperliche und Wesensveranlagung des Hovawarthundes und seiner Vorfahren betrifft. Für die Durchführung solcher Forschungsaufgaben hat besondere Berücksichtigung das Zuchtziel der Hovawartzucht zu finden, wonach der Hovawart einerseits ein sozial verträglicher, familienangepaßter Hausgenosse und gleichzeitig ein wehrhafter Wächter dieses seines Umfeldes ist. Demgemäß fördert der Verein alle Bestrebungen, die der Erfüllung dieses Zweckes dienen.
  2. Aufgabe des Vereins ist es somit, für eine so gestaltete wissenschaftliche Forschung Vorträge und Diskussionen zu veranstalten, zweckfördernde Projekte durchzuführen und Aktivitäten zu entfalten. Der Zweck des Vereins kann auch in Kooperation mit anderen steuerbegünstigten Einrichtungen und weiteren Trägern, die die Ziele des Vereins mittragen, gefördert werden.
Seit dem 26. Juni 1996 ist der Verein in dem für Thale zuständigen Vereinsregister des Amtsgerichtes Stendal unter der Nummer VR 40479 eingetragen.